Projekt

Projektstatus April 2020

Veröffentlicht

Nach zwei Jahren und drei Monaten Projektlaufzeit entspricht der Projektstand weitestgehend der Planung vom Jahresbeginn.

Nach der HFBK und hat sich auch die HfMT für die Softwarelösung Nuxeo entschieden, um ein Repositorium und Forschungsinformationssystem zu betreiben. Die zugrundeliegenden „Anforderungen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg an ein Forschungsdatenrepositorium” wurden im Februar veröffentlicht (https://doi.org/10.5281/zenodo.3685590) . An der HFBK ist wie geplant die Backend-Software installiert und von außerhalb der HFBK zugänglich: https://fdr.hfbk.net. Auch das Datenmodell wurde festgelegt. Daten können über die REST-API (Frontend) wie auch die OAI-PMH-Schnittstelle (Schaufenster) abgefragt werden. Über die REST-API könne Daten bearbeitet sowie neue Daten angelegt werden. An der HfMT konnte Nuxeo bereits installiert werden. Beide Hochschulen kooperieren eng miteinander. Auch konnte die HfMT einen weiteren Entwickler einstellen.

An der HCU ist repOS im Januar online gegangen und steht für Forschungsdaten zur Verfügung. Erste Daten wurden bereits veröffentlicht und das Repositorium allen Fachgebieten vorgestellt.

Screenshot repOS HCU Hamburg

Die HAW bereitet die Rahmenbedingungen für den Livegang für August 2020 vor. Das Betriebskonzept ist kurz vor der Fertigstellung. Die Hochschule strebt eine integrierte Implementierung der DSpace-Anwendungen OAR, FDM und FIS an der Hochschule an. Hintergrund hierfür ist, dass die Veröffentlichung der Services für die Nutzer*innen der Hochschule zu einem gemeinsamen Zeitpunkt erfolgen soll. Insbesondere das FIS-Modul wird aber noch etwas Zeit benötigen.

Die Repositorien von UHH/UKE und TUHH werden von den Forschenden für die Speicherung von Forschungsdaten immer besser angenommen und werden immer relevanter bei der Beantragung von Forschungsförderungen für die nachhaltige Speicherung von Forschungsdaten aus Projekten. Aktuell (01.04.20) sind 45 bzw. 17 reine Datasets veröffentlicht. Weiterhin sind einige dieser Veröffentlichungen mit intensiver Beratung im Vorfeld verbunden. Für beide Repositorien wurde die Möglichkeit, große Dateien auch über ein Offline-Verfahren hochzuladen, aktiv genutzt.

Beide Repositorien hatten für 2020 eine Zertifizierung geplant. Die UHH hat den Antrag auf Zertifizierung nach Core Trust Seal bereits gestellt. Zeitgleich wurde deutlich, dass die Forschungsdaten-Community dazu tendiert, dies nur noch domänenspezifischen Repositorien oder –Sammlungen auszustellen. Weitere Zertifikate werden diskutiert, werden aber bis Ende des Projektes nicht für eine Zertifizierung verfügbar sein. Für die TUHH wird weiterhin zunächst das publikationsspezifische DINI-Zertifikat 2019 angestrebt.

Das UKE hat sein “Konzept für schützenswerte Daten im Forschungsdatenrepositorium” extern validieren lassen. Auf Basis dieser Rückmeldung wird das Konzept aktualisiert und fertiggestellt. Für die Umsetzung ist die Erstellung einer Datenschutzfolgeabschätzung (DSFA) für das Forschungsdatenrepositorium der UHH notwendig, da UKE-Nutzer schützenswerte Daten in dem Repositorium speichern können sollen. Das UKE wird hierfür jetzt einen Entwurf einer DSFA ausarbeiten, welcher im Anschluss durch die UHH vervollständigt wird.

TUHH und UHH haben sich beide im Sinne der Nachhaltigkeit der verwendeten Open Source Software DSpace und Invenio/Zenodo intensiv in die jeweilige Community eingebracht: Das DSpace-Anwendertreffen 2020 hätte von 25.-27.3.2020 an der TUHH stattfinden sollte. Aufgrund von Corona wurde stattdessen ein ganztägiges Webinar mit Vorträgen mit durchschnittlich 130 Zuschauern sehr erfolgreich durchgeführt. Auch ist Beate Rajski (TUHH) weiterhin Sprecherin des deutschen DSpace-Konsortiums. Ein wichtiger Community-Meilenstein auf dem Weg zu DSpace 7 war die Veröffentlichung der 1. Beta-Version am 4. März. Die Entwicklung von Invenio RDM, an der die UHH aktiv beteiligt ist, ist im Zeitplan. Die Migration des UHH-Repositoriums nach Invenio RDM soll parallel zu der von zenodo.org im Dezember 2020 stattfinden. Das Konsortium der an der Entwicklung beteiligten Institutionen hat währenddessen weitere Mitglieder hinzugewonnen.

Leider beeinträchtigt die Corona-Epidemie auch das Projekt Forschungsdatenmanagement. Beratungen und Schulungen mussten seit Beginn der Krise abgesagt werden. Online-Formate und –Kommunikation kämpfen mit den gleichen (technischen) Problemen wie alle anderen Hochschulangebote. Auch das Rechenzentrum der TUHH, das eng in das Projekt eingebunden ist, muss seinen Fokus zunächst auf die Bewältigung der Folgen von Corona an der TUHH legen.
Bei allen Problemen hat sich aber gezeigt, dass die bereits genutzten Kollaborationsmöglichkeiten sich auch in der Krise bewähren. Und das unsere Forschungsdaten für alle, die sie brauchen. verfügbar sind.